Il pensiero del Direttore - Der Gedanke des Direktors

Cari lettori e care lettrici,
l’inizio di un nuovo anno invita spesso a fare promesse, a parlare di cambiamenti, a guardare avanti con entusiasmo. Ma chi opera ogni giorno accanto alle persone malate sa che il tempo non segue sempre il calendario. I problemi non si azzerano il primo gennaio, le difficoltà non si sciolgono con un augurio.
Per chi attende una visita, un esame, una risposta, l’anno non comincia a gennaio: comincia quando qualcuno ascolta, quando una porta si apre, quando un diritto viene riconosciuto senza dover essere implorato.
Entriamo in questo nuovo anno portando con noi le stesse domande dell’anno passato. Non perché manchino le soluzioni, ma perché la tutela dei diritti non è un traguardo che si raggiunge una volta per tutte. È un impegno che richiede continuità, attenzione, presenza. Richiede di esserci anche quando non fa notizia, anche quando la strada è lunga.
Non auguriamo un anno “migliore” in senso astratto. Auguriamo un anno in cui i diritti delle persone malate non vengano percepiti come concessioni, ma come ciò che sono: fondamenta di una società giusta. Un anno in cui la fragilità non diventi invisibile e la complessità non venga semplificata a scapito delle persone.
Alcune battaglie continueranno anche quest’anno. Non è un segno di sconfitta, ma di responsabilità. Ci sono diritti che devono essere difesi più volte, ogni volta che qualcuno li dimentica o li considera secondari.
Affrontiamo questo nuovo anno senza proclami, ma con la stessa ostinazione gentile che ci guida da sempre. Con la convinzione che tutelare i diritti dei malati non sia un gesto straordinario, ma un dovere quotidiano, condiviso, profondamente umano.
Grazie a chi continuerà a camminare con noi, anche quest’anno.
Stefano dr. Mascheroni - Direttore
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Liebe Leserinnen und liebe Leser,
der Beginn eines neuen Jahres lädt oft dazu ein, Vorsätze zu formulieren, von Veränderungen zu sprechen und mit Zuversicht nach vorne zu blicken. Wer jedoch täglich an der Seite erkrankter Menschen steht, weiß, dass die Zeit nicht immer dem Kalender folgt. Probleme lösen sich nicht am ersten Januar in Luft auf, Schwierigkeiten verschwinden nicht mit einem guten Wunsch.
Für diejenigen, die auf eine Untersuchung, einen Termin oder eine Antwort warten, beginnt das Jahr nicht im Januar: Es beginnt in dem Moment, in dem jemand zuhört, in dem sich eine Tür öffnet, in dem ein Recht anerkannt wird, ohne dass man darum bitten oder kämpfen muss.
Wir treten in dieses neue Jahr mit denselben Fragen ein, die uns bereits im vergangenen Jahr begleitet haben. Nicht, weil es an Lösungen mangelt, sondern weil der Schutz von Rechten kein Ziel ist, das man ein für alle Mal erreicht. Er ist eine Aufgabe, die Kontinuität, Aufmerksamkeit und Präsenz verlangt – auch dann, wenn sie keine Schlagzeilen macht, auch dann, wenn der Weg lang ist.
Wir wünschen kein „besseres“ Jahr im abstrakten Sinn. Wir wünschen uns ein Jahr, in dem die Rechte kranker Menschen nicht als Zugeständnisse wahrgenommen werden, sondern als das, was sie sind: das Fundament einer gerechten Gesellschaft. Ein Jahr, in dem Verletzlichkeit nicht unsichtbar wird und Komplexität nicht auf Kosten der Menschen vereinfacht wird.
Einige Auseinandersetzungen werden uns auch in diesem Jahr begleiten. Das ist kein Zeichen des Scheiterns, sondern der Verantwortung. Es gibt Rechte, die immer wieder verteidigt werden müssen – jedes Mal dann, wenn sie vergessen oder als nachrangig betrachtet werden.
Wir gehen dieses neue Jahr ohne große Ankündigungen an, aber mit derselben beharrlichen Freundlichkeit, die uns seit jeher leitet. Mit der Überzeugung, dass der Schutz der Rechte kranker Menschen keine außergewöhnliche Tat ist, sondern eine tägliche Pflicht – gemeinsam getragen, zutiefst menschlich.
Wir danken allen, die auch in diesem Jahr an unserer Seite bleiben.
Stefano dr. Mascheroni - Direktor